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„Gut vernetzt in einem Haus“ – ZWi seit 2018 am neuen Standort

Freitag, 5. Juli 2019

Netzwerktreffen des Kompetenzzentrums Kunststoff bei ZWi Technologies

„Wir sind endlich gut vernetzt in einem Haus“, freut sich Geschäftsführer Dr. Adam Zaboklicki über den neuen Standort Im Industriestadtpark-Gelände in der Troisdorfer Stadtmitte. Beim jüngsten Netzwertreffen des Kompetenzzentrums Kunststoff der Troisdorfer Wirtschaftsförderung (TROWISTA) Anfang Juli bei ZWi Technologies spielten auch neue Akku-Technologien des Gabelstaplerherstellers Still eine große Rolle.

Seit 2018 befinden sich alle ZWi-Aktivitäten an einem Standort in den neuen Betriebsstätten auf dem Industriestadtpark-Gelände. Dazu gehört ein neues, optisch ansprechendes Bürogebäude in roter Klinker-Optik und 3.600 qm große Produktionshalle. Die rechtlich selbständigen Einzelunternehmungen sind getrennt am Markt tätig, können aber bei Bedarf gemeinsam Aufgabenstellungen für Kunden lösen. Adam Zaboklicki legt großen Wert auf Diversifikation: „Dieses Struktur macht es uns möglich, unseren Kunden ein hohes Maß an Know-how entlang der Wertschöpfungskette von Planung, Engineering, Fertigung, Montage und Inbetriebnahme bis zur Instandhaltung zu bieten. Außerdem hilft es einzelnen Unternehmen in einem solchen Verbund auch mal wirtschaftlich schlechtere Zeiten zu überbrücken“, sagt der Geschäftsführer und fügt hinzu „Getreu dem Motto ‚Lege deine Eier nicht nur in einen Korb‘.“

„In Troisdorf haben wir ein tatsächliches Kunststoff-Cluster“ erläuterte Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias am Beispiel der verschiedenen Unternehmen. Dies bedeutet, dass in Troisdorf nahezu alle Bestandteile der Wertschöpfungskette abgedeckt werden. „Hier gibt es Maschinen- und Anlagenbau, Produktion- und Weiterverarbeitung verschiedener Kunststoffe, Ausbildung, spezialisierte technische Dienstleistungen und vieles mehr. Mit über 60 Unternehmen alleine in Troisdorf ist die Region nach wie vor, das Zentrum der Kunststoffproduktion.“

Alle Aktivitäten, das ist zunächst die Muttergesellschaft ZWi Technologies, Spezialist für mechanische Bearbeitung, Metall- und Stahlbau, Rohr- und Blechschlosserei, Werkzeugbau und neben weiteren Aktivitäten auf ein Flurförderzeuge-Management, gemeinhin oft bekannt als „Gabelstapler“. Adam Zaboklicki, der an der RWTH-Aachen Maschinenbau studierte, übernahm 2006 die ehemaligen „Zentralen Werkstätten“ von Dynamit Nobel/HT Troplast AG und machte sich mit der ZWi Technologies GmbH selbständig.

Anfang 2018 wurde die bereits 1990 gegründete Extraplast Maschinen GmbH von ZWi übernommen. Stephan Hackmann stellte sein Unternehmen vor, das sich vorwiegend mit der Herstellung von Sondermaschinen der Blasformtechnik für die Produktion von Kunststoffhohlkörpern beschäftigt. Daraus entstehen in erster Linie Treibstofftanks oder Lüftungskanäle für Autos und Motorräder und seit jüngster Zeit auch Produkte für die Erdgasanwendungen. Die Entwicklung und Einrichtung eines besonders komplizierten Motorrandtanks kann so auch schon mal einige Monate in Anspruch nehmen.

Die Meyer Planttec GmbH ist Spezialist für die effiziente Handhabung von Schüttgütern, Rohstoffen und Flüssigkeiten für ganz unterschiedliche Industriebereiche, sagt Maurice Biegale: Kunststoff- und Chemieindustrie, Glashersteller, Papier und Recycling oder auch Automobilproduzenten. Meyer Planttec sieht sich als Schnittstelle zwischen Produktion und Rohstoffannahme: Sie stellt die Anlagentechnik zur Verfügung, um Lkws sauber zu entladen und die entnommenen Schüttgüter oder Flüssigkeiten an die richtige Stelle im Unternehmen zu transportieren und zu verwiegen.

ZWi Konstruktion GmbH ist das Konstruktionsbüro der Gruppe. Marcel Wiedemann und seine 14 Mitarbeiter entwerfen Sondermaschinen, Fördertechnik, liefern Projektmanagement, erstellen Risikoanalysen und technische Dokumentationen oder verleihen im Rahmen einer uneingeschränkten Genehmigung zur Arbeitnehmerüberlassung Konstrukteure auf Wunsch an Kunden.

Patrick van Beek schloss den Kreis und stellte die hauseigene Metallbearbeitung vor, mit allen Dienstleistungen die von einer „Schlosserei“ erwartet werden: bohren, fräsen, schleifen, erodieren usw.

Kurze Wege im Haus erleichtern nun erheblich die Abläufe zwischen den einzelnen Unternehmen der ZWi-Gruppe und stärken den Willen nach kontinuierlicher Weiterentwicklung. Denn die Kunden von ZWi befinden sich keineswegs nur vor der Haustür – ZWi ist international aufgestellt.

Um zu verdeutlichen, wie effektiv die neue Arbeitsweise mit kurzen Wegen an einem Standort ist, stellte Adam Zaboklicki eine Sondermaschine vor, die für einen Kunden im benachbarten Industriepark gefertigt wurde. Sie verarbeitet Spezialfolie und stellt daraus „Chips“ her, die wieder in den Produktionsprozess einfließen können. Entstanden ist diese Sondermaschine durch die enge Verzahnung der hauseigenen Konstrukteure, Maschinenbauer und Kunststoff-Experten.

Einen Bogen – nicht nur zur Kunststoff-Industrie spannte Kai von Berg, Leiter des internationalen Produktmanagements der Still GmbH, Spezialist für Flurförderzeuge, wie z. B. Gabelstapler. Schwerpunkt seines Vortrages waren die Eigenschaften und Besonderheiten neuer Lithium-Ionen (Li-Ion) Akkus für diese Fahrzeuge. „Wir stehen vor einem Technologiewechsel“, sagte er und verglich den Übergang mit dem Schritt vom Propellerantrieb bei Flugzeugen zur modernen Strahlturbine. Noch nicht für jeden geeignet, sei die Technologie, aber bereits stark nachgefragt von Lebensmittelproduzenten, die aufgrund von engen Hygienevorschriften eine Alternative zu Bleisäure-Batterien suchen. Hier empfehle sich die neue Technik hervorragend. Es gäbe aber noch andere Aspekte zu beachten und so machte von Berg darauf aufmerksam, dass auch ein Umdenken stattfinden müsse. Müssen herkömmliche Batterien einfach nur aufgeladen werden, können die neuen Li-Ion Akkus weitaus mehr. Dazu Kai von Berg: „Die neuen Akkus sind mit einem intelligenten Steuerungs-Management ausgestattet, die Leistung bedarfsgerecht zur Verfügung stellt. Gabelstapler und Akku unterhalten sich sozusagen ständig und tauschen Daten aus. So wird auch der Ladevorgang optimiert und kann problemlos in einen Dreischichtbetrieb integriert werden, ohne dass der Stapler stundenlang durch einen Ladevorgang ausfällt.“ Für wen diese Energietechnik empfehlenswert sei, müsse im Einzelfall entschieden werden. Dafür stünde für unsere Region Regionalverkaufsleiter Michael Pint und sein Team zur Verfügung.

Seit 2018 befinden sich alle ZWi-Aktivitäten an einem Standort in neuen Hallen auf dem Industriestadtpark-Gelände.

Seit 2018 befinden sich alle ZWi-Aktivitäten an einem Standort in neuen Hallen auf dem Industriestadtpark-Gelände.

Maurice Biegale (links) stellt den Besuchern des Netzwerktreffens einen Teil der ZWi-Aktivitäten vor.

Maurice Biegale (links) stellt den Besuchern des Netzwerktreffens einen Teil der ZWi-Aktivitäten vor.