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Bürogolf zum Jubiläum – Kompetenzzentrum Kunststoff feierte 5-jähriges Jubiläum

Montag, 26. September 2016

Dass die Troisdorfer Kunststoffbranche selbst eine Jubiläumsfeier aktiv begeht und nicht still sitzen kann, bewiesen die Unternehmer anschaulich beim fünfjährigen Jubiläum des Kunststoff Kompetenzzentrums

Sozusagen an der „Geburtsstätte“ der Troisdorfer Kunststoffindustrie, im IndustrieStadtpark, feierten über 40 Teilnehmer des mittlerweile sehr erfolgreichen Netzwerks „Kompetenzzentrum Kunststoff“ ihr Jubiläum.

In einem Verwaltungsgebäude aus den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts fand unter „realen Bürobedingungen“ in der zweiten Etage im Treppenhaus und in den Gängen ein Grundkurs Bürogolf oder ein Schnupperkurs für „echtes“ Golf statt – je nachdem wie man’s nimmt. Damit die unerfahrenen Teilnehmer mit dem Schläger nicht bloß irgendwie den Ball trafen und die erfahrenen Golfer alle anderen hinter sich ließen, konnte als Kooperationspartner WestGolf aus Troisdorf-Kriegsdorf gewonnen werden. Arne Stuckenschmidt und Carsten Rentzsch, WestGolf-Trainer, führten sympathisch in den Golfsport ein, demonstrierten die richtige Schlägerhaltung, den korrekten Stand und gaben kleine Tipps und Kniffe. Danach übten sich die Netzwerk-Teilnehmer – darunter auch Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski und eine Delegation aus unserer Partnerstadt aus dem Kosovo – im Kurzspiel („putten“), das heißt mit Gefühl den Ball einlochen, oder im „chippen“. Hier musste ein Trainingsball vom Abschlag in einen aufgestellten Korb befördert werden. Nicht einfach und doch offenbarten sich gerade hier bisher unerkannte Naturtalente.

Das neue Wissen konnte später im Freien auf einem eigens dafür gemähten Rasen hinter dem Verwaltungsgebäude umgesetzt werden. Hier mussten die Neu-Golfer den Ball vom Abschlag aus möglichst nah an einen Zielpunkt bringen. Wer am nächsten dran war, gewann die Challenge und wurde Bürogolf-Sieger des Tages. Für alle Teilnehmer gab es bedruckte Golfbälle des Kompetenzzentrum Kunststoff.

Nach Theorie und Praxis gaben die Betreuer des Kompetenzzentrums, Pauline Rothstein und Rainer Hardtke einen Überblick über die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre, über Erfolge, Experimente und gelungene Veranstaltungen. Dr. Volker Hofmann, Manager der ehemaligen HT Troplast AG und Vorsitzender des Kunststoff-Museumsvereins, ist bestens bewandert in der Troisdorfer Kunststoffgeschichte und erläuterte in einer halben Stunde und in einer druckreifen Zusammenfassung die Anfänge, die Gründe für die Entwicklung sowie den Verlauf über 100 Jahre bis zum aktuellen Stand. Ein typisch rheinisches Buffet rundete das Jubiläum ab.

„Troisdorf ist stolz auf seine Kunststoffindustrie. Hier arbeiten mehr als 3.500 Mitarbeiter in über 60 Unternehmen. Daher wird die TROWISTA auch zukünftig ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Branche legen.“ versprach TROWISTA-Geschäftsführer Thomas Zacharias.

Ins Leben gerufen wurde das Kompetenzzentrum vor fünf Jahren von der Troisdorfer Wirtschaftsförderung und weiteren Akteuren aus der Branche. Der ersten Veranstaltung, ebenfalls auf dem Gelände des IndustrieStadtparks, folgten viele weitere bei Unternehmen der Region – stets begleitet von Fachvorträgen und Betriebsbesichtigungen der gastgebenden Firma.

Seit 1905 werden in Troisdorf Kunststoffe hergestellt. Am 4. März 1905 eröffnete hier die erste Celluloidfabrik Deutschlands. Der PVC-Bodenbelag – Markenname Mipolam – wurde hier Ende der 30er-Jahre bei der Dynamit Nobel AG erfunden. Noch heute ist dieser Belag einer der robustesten Lösungen für hoch frequentierte Flächen, wie z. B. in Schulen, Behörden oder Kaufhäusern. Ende der 30er-Jahre folgten Kunststoffrohre. 1954 entstand das erste in Serie hergestellte Kunststoff-Fenster der Welt in Troisdorf. Überhaupt war Dynamit Nobel zwischen den 30er- und 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wahrscheinlich das produktivste und innovativste Kunststoff-Unternehmen weltweit, wie internationale Experten heute noch immer bestätigen. Beispiele des Erfindergeistes und der Schaffenskraft dieses Unternehmens finden sich heute in der weltweit einzigen Produktsammlung des Unternehmens im „Museum für Stadt- und Industriegeschichte der Stadt Troisdorf“ (MUSIT) gleich gegenüber der Burg Wissem. Ein reichhaltiges Archiv wichtiger Schriftdokumente unterhält der begleitende Kunststoff-Museumsverein (www.kunststoff-museum.de).