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Ausbildung zum Anfassen: Minister Laumann zu Gast in Troisdorf

Mittwoch, 19. August 2026

TROWISTA begleitet Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, in das Briefzentrum der Deutschen Post und zum Haustechnikbetrieb Wasser Wärme Wellness by Dobelke.

Station der Ausbildungstour in Troisdorf: NRW-Minister Karl-Josef Laumann und die weiteren Teilnehmenden gemeinsam mit Auszubildenden und Beschäftigten vor dem Briefzentrum der Deutschen Post in Spich.

 

Eine berufliche Ausbildung kennt Karl-Josef Laumann aus eigener Erfahrung: Bevor seine politische Laufbahn begann, absolvierte er selbst eine Ausbildung zum Maschinenschlosser und arbeitete anschließend 17 Jahre in seinem Ausbildungsbetrieb.

„Mein Ziel ist, die berufliche Ausbildung in Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken und noch attraktivere Rahmenbedingungen für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe zu schaffen“, erklärte Laumann in der Pressemeldung des Ministeriums.

Die landesweite Tour führt den Minister zu Ausbildungsbetrieben in verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens. Sie soll den direkten Austausch mit Unternehmen und Auszubildenden ermöglichen und die berufliche Ausbildung stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken. In der Region Bonn/Rhein-Sieg besuchte Laumann unter anderem das Briefzentrum der Deutschen Post in Troisdorf sowie den Familien- und Haustechnikbetrieb Wasser Wärme Wellness by Dobelke in Troisdorf-Oberlar.

Die Troisdorfer Wirtschaftsförderung TROWISTA begleitete beide Unternehmensbesuche am Standort. Mit dabei waren Geschäftsführer Alexander Miller und Wirtschaftsförderer Tobias Voits, Ansprechpartner für Fach- und Arbeitskräftesicherung. Ebenfalls vor Ort waren unter anderem Bürgermeister Alexander Biber, die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer sowie hochranginge Vertreterinnen und Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises, der IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Handwerkskammer.

Verantwortung als Erfolgsfaktor und Rückhalt im Ausbildungsalltag

Im Briefzentrum der Deutschen Post erhielten die Teilnehmenden Einblicke in unterschiedliche Ausbildungsberufe. Auszubildende aus der Mechatronik, dem Berufskraftfahren sowie dem Bereich Kurier-, Express- und Postdienstleistungen stellten ihre Tätigkeiten und Arbeitsplätze vor. In der Niederlassung der Deutschen Post mit Sitz in Troisdorf absolvieren derzeit 54 junge Menschen eine Ausbildung, vier weitere ein duales Studium.

Wie wichtig neben der fachlichen auch die persönliche Begleitung ist, schilderte ein angehender Berufskraftfahrer. Während seiner dreijährigen Ausbildung sei er bereits mit großen Fahrzeugen unterwegs und trage entsprechend Verantwortung. Umso wichtiger seien erfahrene Ansprechpersonen, die Tipps geben und auch dann unterstützen, wenn einmal etwas nicht wie geplant läuft. Der Einblick machte konkret, welchen Stellenwert Vertrauen, Rückhalt und eine konstruktive Fehlerkultur in der Ausbildung haben.

Modernes Handwerk braucht Menschen und Know-how

Anschließend führte die Tour zu Wasser Wärme Wellness by Dobelke in Troisdorf-Oberlar. Der Familienbetrieb bildet derzeit acht junge Menschen in der Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik aus. Auch hier standen die Auszubildenden im Mittelpunkt: Sie berichteten von ihrer Arbeit, zeigten praktische Tätigkeiten und tauschten sich mit Minister Laumann über ihren Ausbildungsalltag aus.

Geschäftsführer Paul Dobelke machte deutlich, wie vielseitig und technisch anspruchsvoll modernes Handwerk heute ist. Das Aufgabenspektrum reicht von Heizungs- und Wärmepumpentechnik bis zur Photovoltaik und verbindet praktische Arbeit beim Kunden mit digitalen Anwendungen. Gerade mit Blick auf Künstliche Intelligenz verwies Dobelke auf eine besondere Stärke des Handwerks: Eine Wärmepumpe muss am Ende vor Ort fachgerecht installiert und in Betrieb genommen werden. Dafür braucht es Menschen mit praktischem und technischem Know-how.

Früh zeigen, was Troisdorf beruflich zu bieten hat

Die beiden Unternehmensbesuche zeigten aus unterschiedlichen Perspektiven, was Ausbildung attraktiv machen kann: moderne Berufsbilder, früh übernommene Verantwortung sowie Betriebe, in denen junge Menschen Unterstützung und Wertschätzung erfahren. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung, Ausbildungsbetriebe und ausbildungswillige junge Menschen zusammenzubringen.

Für die TROWISTA ist deshalb ein enger Austausch zwischen Schulen und Wirtschaft ein wichtiger Ansatz. Junge Menschen sollen möglichst früh erfahren, welche Ausbildungsberufe und beruflichen Perspektiven Unternehmen direkt vor ihrer Haustür bieten. Wer bereits während der Schulzeit Betriebe, Berufe und die Menschen dahinter kennenlernt, kann Troisdorf langfristig als Ort für die eigene berufliche Entwicklung wahrnehmen – für eine Ausbildung ebenso wie später als Fachkraft nach einem Studium oder anderen beruflichen Stationen.

„Wir müssen jungen Menschen die Vielfalt der Ausbildungsberufe wieder stärker zeigen – und zwar nicht erst kurz vor dem Schulabschluss. Wenn Schülerinnen und Schüler früh erleben, was hinter einem Beruf steckt und welche Perspektiven sich bieten, entstehen ganz andere Zugänge“, so Tobias Voits, Wirtschaftsförderer und Ansprechpartner für Fach- und Arbeitskräftesicherung. „Hier in Troisdorf gibt es starke Arbeitgeber und ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Schulen und Unternehmen möchte ich künftig weitere Projekte begleiten und anstoßen“, ergänzt Voits.

Auch TROWISTA-Geschäftsführer Alexander Miller sieht darin ein wichtiges Standortthema: „Dass Minister Laumann auf seiner Ausbildungstour durch ganz NRW gleich zwei Troisdorfer Unternehmen besucht, unterstreicht die Vielfalt unseres Wirtschaftsstandorts. Vom großen Logistikunternehmen bis zum familiengeführten Handwerksbetrieb wird deutlich, welche unterschiedlichen Wege und Möglichkeiten Ausbildung bietet. Umso wichtiger ist der direkte Austausch zwischen Politik, Unternehmen und jungen Menschen, damit die Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis in die Diskussion einfließen.“

 

Ausbildung zum Anfassen: Die Auszubildenden von Wasser Wärme Wellness by Dobelke präsentieren NRW-Minister Karl-Josef Laumann (Bildmitte) ihr vor Ort angefertigtes Werkstück. Zu Besuch bei den Dobelkes waren  ebenso Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer (2.v.l.), Bürgermeister Alexander Biber (3.v.r.) sowie TROWISTA-Geschäftsführer Alexander Miller (2.v.r.) und Wirtschaftsförderer Tobias Voits (r.)