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Freitag, 4. September 2026
Ein kleines Begrüßungspräsent für den Betriebsleiter Erkan Kücük überreicht durch Zentrenmanager Stephan Frings (TROWISTA, l.)
Eine lange Zeit ungenutzte und vielen Menschen in Bergheim bekannte Handelsfläche hat wieder eine Zukunft: Seit dem Jahreswechsel betreibt RePo Warenhandel in der ehemaligen Edeka-Immobilie einen stationären Fachmarkt. Für den Stadtteil bedeutet die Ansiedlung mehr als die Nachnutzung einer leerstehenden Immobilie: Mit dem neuen Angebot kehren Kundenfrequenz, Arbeitsplätze und wirtschaftliches Leben an den Standort zurück.
Die TROWISTA (Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH) hatte die Immobilie während des Leerstands kostenfrei über ihr Immobilienportal vermarktet und damit dazu beigetragen, die Fläche für ansiedlungsinteressierte Unternehmen sichtbar zu machen.
„Gerade in unseren Stadt- und Ortsteilzentren ist es wichtig, Leerstände nicht isoliert zu betrachten. Jede wiederbelebte Fläche kann dazu beitragen, neue Frequenz zu schaffen, bestehende Angebote zu stärken und einen Standort auch als Treffpunkt und Versorgungsort attraktiv zu halten“, sagt Stephan Frings, Zentrenmanager der TROWISTA. „Die Ansiedlung von RePo zeigt, welches Potenzial auch in größeren Bestandsflächen steckt, wenn Nutzungskonzept, Standort und Nachfrage zusammenpassen.“
Vom Online- und Lagerhandel zum stationären Fachmarkt
RePo Warenhandel verbindet am Standort Bergheim Erfahrungen aus dem Onlinehandel und dem Lagerverkauf mit den Möglichkeiten eines großflächigen stationären Fachmarkts. Das Sortiment umfasst unter anderem Werkzeuge, Maschinen und Werkstattausstattung sowie Haushalts-, Garten-, Camping-, Freizeit- und weitere Alltagsartikel. Angesprochen werden sowohl private Kundinnen und Kunden als auch gewerbliche Abnehmer.
„Wir haben vom ersten Tag an gemerkt, dass der Standort angenommen wird. Viele Kundinnen und Kunden kommen gezielt aus Bergheim und den umliegenden Orten zu uns“, sagt RePo-Geschäftsführer Zeyd Yarangünü. „Für uns bestätigt das die Entscheidung, hier einen dauerhaften stationären Standort aufzubauen.“
Die Erfahrungen aus dem Online- und Lagerhandel helfen dem Unternehmen nach eigenen Angaben dabei, Nachfrage frühzeitig zu erkennen und das Sortiment entsprechend auszurichten. Im Fachmarkt kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Produkte können unmittelbar angesehen, verglichen und mitgenommen werden, zugleich ist eine persönliche Beratung vor Ort möglich.
Bewusste Entscheidung für Bergheim
Bei der Standortwahl spielten insbesondere die Größe und Zuschnitt der ehemaligen Supermarktfläche, die vorhandene Infrastruktur sowie die gute Erreichbarkeit eine Rolle. Auch das Einzugsgebiet rund um Bergheim war für das Unternehmen ausschlaggebend.
Für RePo ist die Ansiedlung auf Dauer angelegt. „Wir wollen nicht nur eine Verkaufsfläche betreiben, sondern uns am Standort etablieren“, erklärt Yarangünü. „Dazu gehört für uns auch, Arbeitsplätze zu schaffen, auszubilden und unser Angebot gemeinsam mit der Nachfrage vor Ort weiterzuentwickeln.“
Aktuell beschäftigt RePo am Standort Bergheim zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter einen Auszubildenden. Zum 1. September 2026 wurde ein weiterer Ausbildungsplatz am Standort besetzt. Damit schafft das Unternehmen neben einem zusätzlichen Einkaufsangebot auch Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten unmittelbar vor Ort.
Leerstände wieder in das örtliche Leben integrieren
Aus Sicht des Zentrenmanagements ist insbesondere die Wiederbelegung größerer Handelsimmobilien von Bedeutung. Bleiben solche Flächen über längere Zeit ungenutzt, fehlen nicht nur Verkaufsangebote. Auch Besucherfrequenz und Wechselwirkungen mit benachbarten Betrieben und Angeboten können verloren gehen. Neue Nutzungen können deshalb wichtige Impulse für das gesamte Umfeld setzen.
Dabei richtet sich der Blick nicht allein auf die Troisdorfer Innenstadt. Auch die Zentren und Versorgungsbereiche der einzelnen Stadtteile übernehmen eine wichtige Funktion: Sie ermöglichen kurze Wege, schaffen Begegnungsmöglichkeiten und tragen dazu bei, dass das alltägliche Leben vor Ort stattfindet.
„Lebendige Zentren entstehen dort, wo Menschen einen Grund haben, hinzukommen und zu bleiben – zum Einkaufen, für Dienstleistungen, für Begegnungen oder für andere Angebote“, betont Frings. „Deshalb ist es für uns wichtig, auch in den Ortsteilen aktiv daran mitzuwirken, Leerstände wieder einer tragfähigen Nutzung zuzuführen. Im Idealfall profitiert davon nicht nur die einzelne Immobilie, sondern das gesamte Umfeld.“
Mit der Ansiedlung von RePo ist eine prägende Handelsfläche in Bergheim wieder dauerhaft genutzt. Für die TROWISTA ist das zugleich ein Beispiel dafür, wie die Vermittlung und Sichtbarmachung leerstehender Gewerbeimmobilien einen Beitrag zur Stärkung der dezentralen Troisdorfer Zentren und Innenstadt leisten kann.