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Neustart am Eingang zur City

Dienstag, 12. Mai 2026

Die TROWISTA begleitet „Soft Opening“ von MO.Life im ehemaligen Forum

Zentrenmanager Stephan Frings (2. v. r.) und TROWISTA-Geschäftsführer Alexander Miller (r.) begrüßten Susanne Göllner (2. v. l.) und Detlef Wintzen (l.) von MO.Life zur Neueröffnung mit einem Körbchen voller Troisdorfer Leckereien und dem neuen Stadtgutschein.

Wer vom Ursulaplatz in die Fußgängerzone läuft, kommt an diesem Haus nicht vorbei. Das frühere Forum, zuletzt als „Happy Franky“ firmierend, hat mit dem Soft Opening von MO.Life am 09. Mai 2026 den nächsten Anlauf genommen — und diesmal soll aus der markanten Immobilie am Beginn der City mehr werden als nur eine weitere Zwischenlösung. Zur „Neueröffnung“ begrüßte auch die Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH (TROWISTA) die Betreiber vor Ort. TROWISTA-Geschäftsführer Alexander Miller und Zentrenmanager Stephan Frings übergaben dabei nicht nur das „Troisdorfer Willkommenspaket“, sondern machten sich einen intensiven Eindruck über das neue Vorhaben. Denn gerade an dieser Stelle der Innenstadt, an der über Jahre viel über Leerstand, Umbrüche und neue Nutzungsideen gesprochen wurde, hat jede sichtbare Bewegung Signalwirkung. Die TROWISTA begleitet die Entwicklung der Innenstadt und Zentren in Troisdorf nun mittlerweile seit einigen Jahren besonders intensiv mit einem eigenen Zentrenmanagement.

Empfangen wurden Miller und Frings von Detlef Wintzen, einem der neuen Eigentümer des Gebäudes sowie von Susanne Göllner, die Kommunikation und Organisation des Projekts verantwortet. Wintzen und Göllner stellten das neue Konzept vor und führten die Gäste durch das Haus, das vielen Troisdorfern noch immer vor allem als ehemaliges Hertie- und Forum-Gebäude im Gedächtnis ist. Ende Februar hatten Detlev Wintzen und Andreas Waschk die Immobilie übernommen.

Beim Rundgang wurde schnell deutlich, dass MO.Life kein Projekt ist, das mit einem Schlag fertig erzählt werden soll. Vielmehr setzen die Verantwortlichen auf eine Entwicklung in Etappen — und auf eine Kommunikation, die erst dann nach außen geht, wenn Vorhaben auch wirklich belastbar sind. Diese Haltung hatte Susanne Göllner bereits im Vorfeld beschrieben: „Es wächst langsam“, sagte sie, verbunden mit dem Hinweis, dass bis September weitere Schritte geplant seien.

Für die TROWISTA ist genau dieser Ansatz interessant. Stephan Frings betonte beim Besuch die Bedeutung der Immobilie für die Troisdorfer Innenstadt und verwies darauf, dass es am Eingang zur Fußgängerzone nicht nur auf belegte Fläche ankomme, sondern auf Anziehungskraft, Aufenthaltsqualität und neue Besuchsanlässe. Dass ausgerechnet ein so markantes Haus wieder Bewegung aufnimmt, dürfte aus seiner Sicht auch für das Umfeld und die Besucherfrequenz in der City wichtig sein.

Alexander Miller ordnete den Neustart in einen größeren Zusammenhang ein. Für den TROWISTA-Geschäftsführer zeigt das Vorhaben und die Investition, dass auch weiterhin großes Interesse am Standort Troisdorf und der Innenstadt besteht. Der allgemeine Trend zeigt, dass Innenstädte nicht mehr allein über klassischen Handel funktionieren, sondern über eine Mischung aus Freizeit, Gastronomie, Begegnung und Erlebnissen. Wenn ein Gebäude wie dieses wieder Menschen anzieht, dann kann das nicht nur den unmittelbaren Standort selbst stärken, sondern auch die Wahrnehmung der gesamten Innenstadt als lebendigen Ort.

Zum Besuch gehörte auch ein Rundgang durch das Explorado, das wieder Teil des Hauses ist und schon in der Vorankündigung als wichtiger Baustein des Neustarts genannt wurde. Das Abenteuermuseum ist in dem Gebäude zurück und unterstreicht die Stoßrichtung, mit Familien, Freizeit und generationsübergreifenden Angeboten gezielt neue Frequenz in die City zu holen. Die Macher sprechen dabei von einem „innerstädtischen sozialen Marktplatz“, der sich an alle Generationen richten soll.

Besonders spannend war beim Rundgang der Blick auf die frühere Tuscolo-Fläche. Dort soll perspektivisch ein Food-Marktplatz entstehen, wo unterschiedliche gastronomische Angebote, Atmosphäre und Aufenthalt unter einem Dach zusammengeführt werden. Hier suchen die Betreiber noch nach interessierten Gastronomen und passenden Konzepten. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich gerne an die Betreiber oder die Wirtschaftsförderung wenden. Aber auch der Kontakt zu passenden Mieterinnen und Mietern und Konzepten für die Erlebnisbereiche sind für die Betreiber interessant.

Dass MO.Life dabei bewusst auf einen Mix aus Gastronomie, Veranstaltungen und Aufenthaltsqualität zielt, hatte Detlef Wintzen bereits im Vorfeld angedeutet: „Musik, Konzerte, Kindertheater, Billard, Dart, eine Gastronomie-Fläche, Special Events, Workshops, und auf dem Dach wollen wir Märkte veranstalten.“ Auch Susanne Göllner hatte die Richtung des Projekts schon vor dem Start klar umrissen. „Was wir hier anstreben, ist, dass wir die Innenstädte vor der Verödung bewahren wollen“, sagte sie. Und weiter: „Gerade Innenstädte brauchen heute wieder Orte, an denen Menschen sich begegnen, gemeinsam Zeit verbringen und positive Erlebnisse teilen können.“

Das Soft Opening wirkte damit nicht wie die Präsentation eines fertigen Produkts, sondern eher wie ein kontrollierter Neustart an einem Ort, an dem in Troisdorf viele Erwartungen hängen. Für die TROWISTA war der Termin damit vor allem ein Signal, dass an einer der sichtbarsten Stellen der Innenstadt wieder etwas in Bewegung gerät.