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Unternehmerfrühstück bei RheinlandAkustik

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Wie ein Veranstaltungstechnik-Unternehmen sich in der Corona-Krise behauptet

Hendrik Brock und Philipp Suckrau (RheinlandAkustik ), Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer, designierter Bürgermeister Alexander Biber, TROWISTA-Chef Wolf-Dieter Grönwoldt und pro Troisdorf Vorsitzender Christian Seigerschmidt

2010 gründeten Philipp Suckrau und Hendrik Brock, Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, die RheinlandAkustik. Heute sitzt das Unternehmen im Gewerbegebiet an der Godesberger Straße. In den zehn Jahren ihres Bestehens sind sie vom Zweimann-Start-up zu einem national aktiven mittelständischen Unternehmen mit 25-köpfigen Team herangewachsen. Bei diesem ersten Unternehmer-Frühstück des Unternehmer-Clubs pro Troisdorf und der Troisdorfer  Wirtschaftsförderungsgesellschaft TROWISTA nach dem Corona-Lockdown beeindruckten die Unternehmer mit Vorführungen ihres Equipments – professionelle Beschallungs- und Beleuchtungstechnik sowie auch professionelle Konferenz-, Streaming-, Kamera- und Beamertechnik. Man kann diese bei RheinlandAkustik mieten, aber auch kaufen.

Im Gespräch mit dem pro Troisdorf-Vorstandsvorsitzenden Christian Seigerschmidt machte RheinlandAkustik-Chef Hendrik Brock deutlich, dass man „wirklich professionelle Geräte im normalen Musiker-Einzelhandel nicht bekommen“ kann. Die RheinlandAkustik sei als professioneller Akteur und Lieferant gelistet.

Natürlich war auch die Corona-Krise Thema bei diesem Unternehmerfrühstück, die die Eventbranche massiv getroffen hat. Brocks Partner Philipp Suckrau erklärte, dass „wir unsere Ausrüstung stets aus unseren Einnahmen finanziert haben.“ Das Unternehmen lebe derzeit vom „Ersparten“. Die Geschäftsführer rechnen damit, dass der Krisenzustand bis Juli/August 2021 anhalten wird. Basis dieser Einschätzung sei, „dass ein Corona-Impfstoff oder -Medikament nicht vor Mai 2021 am Markt sein wird“. Beide sind zuversichtlich, dass sie diese Tal-Phase durchstehen können.

Auf breiter Front lässt die RheinlandAkustik derzeit kurzarbeiten. Aktuell sind im Unternehmen nur sechs Mitarbeiter*innen und die Auszubildenden präsent. Als Geschäftsführer haben Brock und Suckrau ihre Gehälter heruntergesetzt und dies ihrer Belegschaft auch so kommuniziert. Dort herrsche „allgemein Verständnis dafür, dass wir Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen müssen“. Denn, so Suckrau, „wir liegen bei weniger als zehn Prozent unseres normalen Umsatzes. Schon im Mai wurden uns Weihnachtsfeiern abgesagt. Betriebsfeste und Messen finden nicht statt.“

pro Troisdorf-Vorstandsvorsitzender Christian Seigerschmidt: „RheinlandAkustik ist einerseits ein Beleg dafür, dass gerade mittelständische Unternehmen eine besondere Dynamik entfalten können. Andererseits dokumentiert sich am verantwortungsbewussten Handeln der Geschäftsführung auch der Zusammenhalt in dieser Krise.“

TROWISTA-Chef Wolf-Dieter Grönwoldt: „Die RheinlandAkustik ist ein professionelles Unternehmen, das hervorragend im Wettbewerb aufgestellt und finanziell gesund gewachsen ist. Das zahlt sich jetzt aus. Mit dem neuen Standort an der Godesberger Straße hat die RheinlandAkustik die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.“

Seigerschmidts Frage, welche Geschäfte in Zeiten fehlender Veranstaltungen möglich sind, beantwortete Hendrik Brock: „Wir haben derzeit viele Starkstrom-Leitungen vermietet, die auf dem Bau gebraucht werden. Außerdem haben wir einige Digital- und Videogeräte bei unseren Kunden fest installiert. Größere Unternehmen arbeiten öfter mit unseren GreenBoxes, um virtuelle Mitarbeiterversammlungen zu veranstalten. Das lastet einen Techniker immerhin einen Tag pro Woche aus.“

Wie Philipp Suckrau deutlich machte, erleben die beiden Geschäftsführer in diesen Zeiten auch die „Loyalität vieler langjähriger Kunden“: „Unter ihnen gibt es einige, die uns am Telefon sagen: „Schlagt noch mal zehn Prozent Marge drauf.“

Bei diesem Termin ging es auch um Qualitätsunterschiede zu Billiganbietern in der Branche. RheinLand-Akustik arbeitet nur mit ausgebildeten Fachkräften. Zudem bildet das Unternehmen selbst aus. Ein Ausbilder von RheinlandAkustik sitzt ehrenamtlich im Prüfungsausschuss der IHK Köln. Zudem ist das Unternehmen zur Abnahme von Installationen nach DGUV-Standards berechtigt. Hendrik Brock: „Preisdumper sind gefährlich für alle, die zu einer Großveranstaltung kommen.“

Unter den Anwesenden waren die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer, Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski und sein frisch gewählter Nachfolger Alexander Biber, die Unternehmer Ulrich Reifenhäuser und Wolfgang Pütz. Die Veranstaltung fand statt nach den Regeln eines Hygiene-Konzeptes.

v.l.: Wolf-Dieter Grönwoldt (TROWISTA), Hendrick Brock und Philipp Suckrau (RheinlandAkustik) und Christian Seigerschmidt (pro Troisdorf e.V.) (Foto: Carsten Seim für pro Troisdorf e.V.)