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Donnerstag, 5. März 2026
Zentrenmanager Stephan Frings (TROWISTA) vor dem Müller-Markt in der Galerie Troisdorf – ein Ort, der sich aktuell zukunftsfähig aufstellt.
Wer dieser Tage durch die Innenstadt schlendert, merkt es längst: Der Einzelhandel befindet sich im Umbruch. Neue Technologien, verändertes Kundenverhalten und steigende Ansprüche an das Einkaufserlebnis verändern die Branche rasant. Auf der EuroShop 2026 in Düsseldorf, der größten internationalen Handelsmesse, wurde das eindrucksvoll sichtbar – und liefert viele Impulse auch für die Troisdorfer Händlerinnen und Händler.
Beim letzten Innenstadtfrühstück in Troisdorf war der Einzelhandels- und Ladenexperte Johannes Albert als Referent zu Gast. Seitdem steht er mit seiner Community – und auch mit Zentrenmanager Stephan Frings von der Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH (TROWISTA) – in regelmäßigem Austausch. Albert teilt praxisnahe Beobachtungen und Impulse aus der Welt des stationären Handels. Sein jüngster Bericht von der EuroShop fasst die aktuellen Trends zusammen – von Digitalisierung bis Erlebnisorientierung.
Ein zentraler Trend ist die zunehmende Verschmelzung von analogem Einkauf und digitaler Kommunikation. Bildschirme ziehen direkt in die Regale ein, digitale Preisschilder werden durch Mini-Monitore ersetzt, die bewegte Produktvideos zeigen. Das stärkt die Aufmerksamkeit der Kundinnen und Kunden – denn die ist heute die knappste Ressource.
Ebenfalls deutlich: Kundinnen und Kunden erwarten Flexibilität über verschiedene Kanäle hinweg. Online informieren, per WhatsApp oder E-Mail nachfragen, telefonisch bestellen – all das gilt längst als Standard. Wer nur vor Ort erreichbar ist, wirkt schnell altmodisch. Es geht dabei nicht um Komplett-Digitalisierung, sondern um Anschlussfähigkeit – darum, sichtbar und erreichbar zu bleiben.
Die Branche entwickelt sich von der reinen Warenpräsentation hin zu durchdachten Raumkonzepten. Hochwertige Lichtgestaltung, inszenierte Themenwelten und individuelle Markenräume verwandeln Einkäufe in Erlebnisse. Gestaltung ist kein Luxus mehr, sondern neue Normalität. Auch kleinere Geschäfte können hier punkten – mit Persönlichkeit, kreativer Idee und starker Atmosphäre.
Die großen Handelsketten setzen zunehmend auf Datenanalyse, Künstliche Intelligenz und Automatisierung. Damit steigern sie ihre Effizienz und schaffen Wettbewerbsvorteile – etwa durch personalisierte Angebote oder optimierte Self-Checkout-Systeme. Doch auch hier bleibt Raum für die Stärken kleiner, inhabergeführter Läden: Nähe, Authentizität und echte Verbindung.
„Technologien verändern Prozesse, aber sie ersetzen nicht das persönliche Erlebnis. Genau das bleibt die Stärke unserer Troisdorfer Innenstadt und Zentren, sie sind ein Ort der Begegnung und des Erlebens.“, sagt Stephan Frings, Zentrenmanager bei der TROWISTA. „Wir möchten unsere Händlerinnen und Händler dabei unterstützen, digitale Chancen zu nutzen, ohne ihre individuelle Identität zu verlieren.“
Das Fazit aus Düsseldorf: Wandel ist keine Bedrohung, sondern eine Einladung, Dinge neu zu denken. Wer offen bleibt, kann die Mischung aus Persönlichkeit und moderner Ansprache nutzen – und daraus ein starkes Stück Zukunft für den Troisdorfer Einzelhandel formen.